Spenden

TERRA EST VITA stellt den Menschen ins Zentrum. Wir bieten Menschen in schwierigen Lebensumständen ein Daheim und die Chance, sich zu entfalten. Umfassend sozialpädagogisch begleitet lernen sie, den Alltag möglichst eigenständig zu bewältigen. Zudem wird mit ihnen darauf hingearbeitet, als wertgeschätzter Teil der Gesellschaft zu leben. Um diese Ziele Wirklichkeit werden zu lassen und Menschen gezielt zu unterstützen und zu fördern, ist unsere Stiftung auf finanzielle Mittel angewiesen.

 

Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung, mit der Sie sich für Selbständigkeit und Integration engagieren.

 

Wir, das sind das ganze Team von TERRA EST VITA sowie die Menschen, die wir heute und in Zukunft betreuen.

 

Der Stiftungsrat ist verantwortlich für die korrekte Verwendung der Spendengelder.

 

IBAN: CH78 0838 9046 4827 7015 0

Standort Egghof

Standorte

Die Stiftung TERRA EST VITA hat ihren Sitz in Dielsdorf und ist hauptsächlich im Zürcher Unterland tätig. Die beiden betreuten Wohngruppen sowie die begleiteten Wohnungen/Studios sind verteilt in Steinmaur und Sünikon, welches politisch auch zu Steinmaur gehört. Die Betriebe sind ebenfalls in der näheren Umgebung, in Steinmaur, Sünikon sowie in Dielsdorf. Die Standorte von TERRA EST VITA sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Es gibt vom Bahnhof Steinmaur respektive vom Bahnhof Dielsdorf eine direkte S-Bahn im 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Zürich. In der näheren Umgebung gibt es auch verschiedene Einkaufsmöglichkeiten.

Pädagogik

Im Zentrum der Pädagogik der Stiftung steht die Kompetenz- und Ressourcenorientierung. Es wird eine akzeptierende, fürsorgliche und gleichzeitig konfrontierende pädagogische Grundhaltung gepflegt. Adäquate Formen der Partizipation sind selbstverständlich. Teilhabe und Mitsprache sind zentrale Werte, die im Alltag und in allgemeinen Gesprächs- und Planungssituationen zum Tragen kommen. TERRA EST VITA unterstützt, fördert und fordert Jugendliche und Erwachsene in ihrer Alltagsbewältigung und der Weiterentwicklung ihrer persönlichen und sozialen Kompetenzen.

 

Im Zentrum steht eine individuelle, bedarfsorientierte Begleitung der Adressatinnen und Adressaten, welche an deren individuellen Ressourcen ansetzt. Grösstmögliche Partizipation wird in jedem Angebot angestrebt. Alle erhalten eine Bezugsperson, der die Verantwortung für alle administrativen Belange, die Sitzungen, Besprechungen und Termine obliegt. Alle sechs Monate findet eine Standortbestimmung statt, an der individuelle Ziele partizipativ erarbeitet werden.

 

Zusätzlich wird im Alltag auf einen gelingenden und situativ passenden Austausch geachtet. Es ist zentral, dass die Jugendlichen und Erwachsenen genügend Raum für ihre Anliegen, ihre Freu-den, Ängste und Sorgen vorfinden. Achtsamkeit und Sensibilität für die Anliegen und Gedanken der Jugendlichen und Erwachsenen sollen im Alltag zum Ausdruck kommen. Zur Förderung der Selbständigkeit und Autonomie werden individuelle Handlungsfähigkeiten und -möglichkeiten gestärkt und schrittweise Verantwortung übertragen.

Geschichte

Die Stiftung TERRA EST VITA wurde am 24.08.2021 gegründet, das soziale Engagement im Zürcher Unterland hat jedoch eine langjährige Tradition, insbesondere vorgelebt von der Familie Renate und Ueli Müller, welche Wohnen und Ausbildung Egghof vor über 30 Jahren gründeten. Ein Unfall in der Familie führte 2020 dazu, die Nachfolgeplanung schneller als geplant voranzutreiben. Gleichzeitig war klar, dass mit dem neuen Kinder- und Jugendheimgesetz einige organisatorische Anpassungen erforderlich würden. Daher wurde der Entschluss gefasst, eine Stiftung zu gründen und mit TERRA EST VITA die Angebote in den Bereichen Wohnen, Ausbildung und Arbeiten unter einem Dach zu vereinen. Dabei wird neu auch das Angebot von Wohnen und Ausbildung Egghof von der Stiftung als Trägerschaft geführt.

 

Die Anfänge des Wohnens und Ausbildung Egghof gehen ins Jahr 1988 zurück, als es erstmals Fremdplatzierungsaufträge von Jugendheimen, Jugendsekretariaten und Sozialämtern annahm. Damit reagierte es auf einen ausgewiesenen Bedarf nach erweiterten sozialpädagogischen und milieutherapeutischen Angeboten bei stagnierenden Bemühungen in stationären Einrichtungen bzw. kritischen Erziehungssituationen in familiären Situationen. Den mit Widerständen und sozialen Auffälligkeiten agierenden Jugendlichen wurde ein alternatives sozialpädagogisches familiäres Milieu in einem besonderen Umfeld zur Verfügung gestellt (Bauernhof), das mit neuen Strukturen, Schul- und Ausbildungsangeboten und gezielten sozialpädagogischen Interventionen einen gelingenderen Alltag einerseits und neue Entwicklungs- und Sozialisationsmöglichkeiten andererseits ermöglichte.

 

Vereinzelte Aufnahmen von Kindern und Jugendlichen während Ferien oder für Time-outs auf dem Egghof und die daraus gewonnenen positiven Erfahrungen bewogen die Grossfamilie Müller dazu, sich für eine Zusammenarbeit mit der Jugendeinrichtung Erlenhof in Reinach, Basel, zu entscheiden. Die Gründer und Leiter von Wohnen und Ausbildung Egghof, Ueli und Renate Müller, bildeten sich in dieser Zeit fachlich stetig weiter und erwarben die Diplome als Meisterlandwirt bzw. Sozialpädagogin- und Leiterin einer sozialen Institution. Die Zusammenarbeit mit der Jugendeinrichtung Erlenhof in Reinach dauerte vierzehn Jahre und wurde 2007 aus zwei Gründen beendet. Erstens nahm durch die Eröffnung der Bildunginstitution axisBildung die Nachfrage nach betreuten und begleiteten Wohnplätzen im Zürcher Unterland laufend zu. Zweitens veranlassten die allgemeine Entwicklung, die wirtschaftlichen Verhältnisse und der Verlust von knapp zehn Hektaren Pachtland Ueli & Renate Müller dazu, eine unumgängliche Reorganisation des Betriebes vorwärtszutreiben. Daher beschlossen sie, die Ressourcen des kleinbäuerlichen Milieus für Familienplatzierungen zur Verfügung zu stellen.

 

Die steigenden Platzierungen und damit auch der Anspruch an Professionalität führten dazu, dass Wohnen und Ausbildung Egghof sich einen Verein als Trägerschaft im Hintergrund wünschte, der sich für ein hohes Mass an fachlicher und menschlicher Betreuungsqualität einsetzte. Der Verein BBWA Steinmaur wurde 2004 gegründet und der Vorstand vorwiegend mit führungsverantwortlichen Personen aus dem Sozialbereich besetzt. Die stetig zunehmenden Plazierungsanfragen bewirkten, dass der Verein BBWA Steinmaur per 01. September 2009 eine Fachstellenleitung anstellte. Sie agierte als zentrale Anlaufstelle bezüglich Platzierungen und betreute und coachte weitere, nach festgelegten Kriterien ausgewählte Partnerfamilien.

 

Mit dem Inkrafttreten des Kinder- und Jugendheimgesetzes per 1.1.2022 wird das Angebot von Wohnen und Ausbildung Egghof neu von der Stiftung TERRA EST VITA als Trägerschaft geführt. Die Stifterinnen und Stifter und der Stiftungsrat sind Menschen, welche den Zweck und die Ausrichtung der Stiftung unterstützen.

Stiftung

Zweck der Stiftung ist die Schaffung von Lebens- und Entwicklungsräumen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erschwerten Bedingungen oder in Entwicklungskrisen mit dem Ziel, diese Menschen zu einer möglichst eigenständigen Alltags- und Lebensbewältigung zu befähigen und die psychosoziale und gesundheitliche Entwicklung zu fördern. Ein besonderer Fokus liegt auf der Berufsbildung sowie der Arbeitsintegration in attraktiven Arbeitsfeldern des ersten und zweiten Arbeitsmarkts. Die Stiftung engagiert sich für die Inklusion von Menschen mit erschwerten Voraussetzungen in der Gesellschaft.

 

Dazu bezweckt die Stiftung die Schaffung eines umfassenden, vornehmlich dezentralen sozialpädagogischen Angebotes mit verschiedenen Möglichkeiten in den Bereichen Wohnen, Berufsbildung, Arbeiten und angrenzenden Bereichen.

 

Die Stiftung kann sämtliche Aktivitäten entwickeln, die dem Stiftungszweck direkt oder indirekt dienlich sind. Insbesondere schafft und führt sie die dafür notwendigen Einrichtungen und Unternehmen oder beteiligt sich an solchen. Die Stiftung übernimmt auch eine Unterstützungs- und Vermittlungstätigkeit und vertritt ihre Werte gegenüber der Öffentlichkeit.

 

Die Stiftung ist konfessionell und politisch unabhängig. Sie ist im Rahmen der Zwecksetzung hauptsächlich im Zürcher Unterland tätig.
Die Stiftung erstrebt keinen Gewinn.

 

Leitbild

Wir begegnen den Menschen ungeachtet ihres Geschlechts, ihrer kulturellen, nationalen oder religiösen Herkunft und sexuellen Orientierung mit Wertschätzung und achten ihre Würde.

 

Wir fördern die Selbständigkeit und die Entwicklung der Sozial-, Selbst- und Sachkompetenz der von uns begleiteten Menschen. Dies soll sie an eine eigenständige und verantwortungsbewusste Identität heranführen und sie befähigen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und sich zugleich in die Gesellschaft zu integrieren und als geachtetes Mitglied daran teilzuhaben.

 

Wertschätzung, Respekt, Toleranz, Transparenz und offene Kommunikation bilden die Grundlagen der Zusammenarbeit und des täglichen Zusammenlebens.

 

Unser Handeln ist lösungsorientiert, auf die Bedürfnisse der begleiteten Menschen ausgerichtet und transparent, unsere Sinn- und Wertvorstellungen leben wir authentisch vor und ermutigen unsere Klientinnen und Klienten, sich damit auseinanderzusetzen. Wir orientieren uns ausdrücklich an ihren Fähigkeiten und Ressourcen und suchen auch in schwierigen Situationen gemeinsam nach Möglichkeiten und Lösungen.

 

Wir bauen auf einen transparenten und kooperativen Führungsstil, der die individuellen Fähigkeiten aller Beteiligten in den Blick nimmt. Auf allen Ebenen pflegen wir eine konstruktive Teamarbeit.

 

Als lernende Organisation setzen wir uns mit neuen pädagogischen und betriebswirtschaftlichen Erkenntnissen auseinander, entwickeln unsere Angebote sowie unser fachliches Know-How kontinuierlich weiter und reagieren auf Veränderungen der Umwelt.